Kirschen
aus dem Alten Land

Kirschen aus dem Alten Land werden schon seit mehreren hundert Jahren gerühmt.

Was ist das Besondere an Kirschen aus dem Alten Land?

Das Klima:

Durch die Nordsee beeinflusst, herrscht bei uns ein maritimes Klima mit hoher relativer Luftfeuchte, einer Jahresdurchschnittstemperatur von 8,5°C und nur 80 Tagen unter 0°C. Nur in wenigen Jahren sinkt das Thermometer Ende April, zur Zeit der Kirschenblüte, unter 0°C, so dass wir im Alten Land im Vergleich zu anderen nördlichen Anbaugebieten klimatisch begünstigt sind.


Die wenigen Schädlinge:

Aufgrund unserer im Alten Land besonderen Klima- und Bodenverhältnisse gab und gibt es hier keine Kirschfruchtfliege, somit auch nur madenfreie Kirschen. Lediglich Blattläuse machen unseren Bäumen meist kurz nach der Blüte zu schaffen. Ihre natürlichen Gegner wie z.B. Florfliegenlarven, Marienkäferlarven, Schlupfwespenlarven und Ohrenkneifer werden deshalb von uns besonders geschont und gefördert. Größere Probleme bereiten uns die Stare (hier Spreen genannt), die scharenweise über die sich rotfärbenden Früchte herfallen möchten. Die typische Geräuschkulisse der Klappermühlen und grölenden “Spreenhüter” wird immer mehr durch die wirksamere Volleinnetzung der Kirschanlagen abgelöst.


Die Vielfalt der Süßen:

Die ersten Kirschen des Jahres sind meist kleinfrüchtige Lokalsorten wie z.B. ‘Zum Feldes Frühe Schwarze‘, ab der vierten Kirschwoche ernten wir unsere Hauptsorten. Diese großfrüchtigen, knackigen Kirschsorten werden vom Verbraucher meist zusammenfassend als Knupper-Kirschen bezeichnet.


Charme der Sauren:

Das fruchtigere Aroma der Sauerkirschen lädt zwar nur wenige Kunden zum Naschen ein. Die herzhaften Früchte eignen sich aber um so besser zum Kochen, Einmachen und Backen. Neben den klassischen Sauerkirschsorten ‘Morellenfeuer‘ und ‘Schattenmorelle‘ gehören auch die Süßweichseln oder Glaskirschen zu dieser Gruppe.


Der direkte Weg:

Der Vermarktungsweg vom Produzenten zum Verbraucher, entweder direkt ab Hof oder über einen der regionalen Fruchtgroßhändler oder eine der regionalen Erzeugerorganisationen.


Tipp: Kirschkernsack

Heben Sie die Kerne, die sich beim Entsteinen der Kirschen ansammeln auf. Kirschkerne sind gute Temperaturspeicher. Im Ofen aufgeheizt oder im Kühlschrank gekühlt, haben Sie mit einem Kirschkernsack je nach Bedarf ein Wärme oder Kühlkissen. Nähen Sie eine kleine Kissenhülle aus 100%-Baumwollstoff (ca. 12 x 20 cm), und füllen Sie sie mit gut gewaschenen und in der Sonne oder im Ofen getrockneten Kirschkernen.

Anschließend nähen Sie die Kissenhülle zu. Besonders praktisch ist der Kirschkernsack als wasserlose Wärmflasche in Baby´s Bett. Aber auch bei Verspannungen z.B. im Genick spendet dieses alte Hausmittel nicht nur wohltuende Wärme, die Kirschkernfüllung massiert auch die schmerzende Köperpartie und fördert so die Durchblutung